Kraniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD, ist häufiger als gedacht. Kopfschmerzen, Kieferknacken, Schmerzen beim Kauen, verspannte Nackenmuskulatur und Schwindel können ihren Ursprung im Kausystem haben. Wir suchen die Ursache systemisch und behandeln sie, nicht nur das Symptom.
Am Anfang steht immer eine ausführliche Funktionsanalyse: Wie bewegen sich Ihre Kiefergelenke? Wo gibt es muskuläre Verspannungen? Stimmt die Bisslage? Erst wenn wir das Gesamtbild verstehen, empfehlen wir eine Therapie.
Je nach Befund kommen unterschiedliche Ansätze infrage: eine individuell angepasste Aufbissschiene, gezielte physiotherapeutische Begleitung, eine Anpassung der Bisslage oder die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus Orthopädie und Physiotherapie.
Ja, und oft ist der Zahnarzt der erste Ansprechpartner, weil CMD-Symptome sich häufig zuerst an den Zähnen zeigen. Bei uns arbeiten wir interdisziplinär: Je nach Befund beziehen wir Physiotherapie, Orthopädie oder Osteopathie mit ein.
Eine Aufbissschiene, auch Knirscherschiene genannt, ist eine individuell angepasste Kunststoffschiene über den Zähnen. Sie entlastet die Kiefergelenke, verhindert weiteres Abschleifen der Zähne und kann muskulären Verspannungen entgegenwirken. Sie ist eine Möglichkeit der Therapie, nicht immer die einzige.
Das hängt stark vom Schweregrad und der Ursache ab. Manche Patienten merken nach wenigen Wochen mit Schiene eine deutliche Verbesserung. Komplexere Fälle brauchen längere, interdisziplinäre Begleitung. Wir setzen von Anfang an realistische Erwartungen.
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